Puylobier


In der Provence suchte ich Genesung. Meine Wahl als Ziel meiner Reise fiel auf Aix-en-Provence. Dort soll es sehr schön sein. Leider waren nur beide Campingplätze in der Stadt geschlossen. Da ich erschöpft und müde war, suchte ich den nächsten Platz in der Nähe. Dies teilte sich als Glücksfall heraus. Der Ort Puylobier – ca. 30km von Aix entfernt – liegt direkt an einer imposanten Gebirgskette aus Kalkstein. Der Campingplatz am Rande des hübschen Örtchens ist sehr schön gelegen, bietet einen tollen Ausblick auf die Landschaft und Berge und bietet alles außer Komfort was der Mensch so braucht.

Es war wärmer als im Norden und auch die gemeinen Pollen waren nicht in der Luft (dafür andere).

Doch so recht wollte mein Körper nicht zur Ruhe kommen. Der Wind war unangenehm kalt und die Sonne wärmte nur ein wenig. Meine Symptome wurden nicht weniger, sondern nahmen Grippe ähnliche Züge an. Liebe französische Nachbarn gaben mir ein homöopathisches Mittel gegen Erkältung.

Am nächsten Morgen schaute ich im Internet nach, was ich da eigentlich so bereitwillig eingenommen hatte. Hauptsache es hilft, so dachte ich wohl. Das Dumme war nur, dass es sich um ein Präparat handelte, welches im ersten Weltkrieg von einem Lazarettarzt gegen die spanische Grippe entwickelt wurde. Das Mittel das der Arzt entwickelte, wurde aus Entenherz und – Leber gewonnen. Ziemlich unappetitlich. Zudem scheint selbst die deutsche Homöopathische Medizin dieses Mittel als Scharlatanerie abzutun. Zumindest hat es nicht geschadet. :-/