Atmen


Das sagt sich so leicht. Nachdem ich aus Hamburg zurück gekommen war, wurde es täglich schwieriger. Die ganze Zeit saß etwas auf meiner Brust und presste dagegen. Ich nahm zwar ständig die Anti-Histamine, doch es half nix. Also griff ich immer häufiger zum Inhalator, was sofort Linderung durch weiten der Bronchien schaffte. Doch wirklich geholfen hat das nicht.

Ich war krank – die Allergie schüttelte mich durch. Ich hustete mir die Seele aus dem Leib, bis zur Kotzgrenze. Ich hatte permanent Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen. Game over.

Mir wurde klar: Ich muss so schnell es nur geht außer Landes. So packte ich meine 7 Sachen und fuhr in Richtung Süden, der Erlösung entgegen.

Ich fuhr solange bis es nicht mehr ging, und verbrachte die Nacht auf einem kleinen Stellplatz nördlich von Dijon.

Die Nacht war sternenklar und saukalt. Am frühen Morgen weckte mich das Hahn aus dem Verschlag nebenan. Mir war es recht. So erlebte ich den Sonnenaufgang, konnte vor den wenigen anderen Campern auf dem Platzlos, und mit den Pendlern nach Dijon reinfahren.