Saint-Front-la-Rivière


Meine nächste Station war ein Wiedersehen mit dem Bruder einer langjährigen Freundin. Dieser arbeitet als Kardio-Anästhesist in den USA, ist aber vor einem Jahr von dort nach Südfrankreich ins Périgord gezogen.

Schon die Hinfahrt war durch Schnee und Regen extrem hart. Das Wetter sollte aber noch die ganze Woche über extrem schlecht bleiben.

So war ich wirklich sehr dankbar, dass er mich bei sich in sein 200 Jahres altes Haus aufgenommen hat, und mir einen trockenen und warmen Platz zum Arbeiten angeboten hatte.

Selbst seine Hunde Mira und Tess hielten sich am liebsten in der warmen Küche auf dem Sofa auf. Natürlich sind sie auch mehrfach am Tag durch den riesigen Garten gelaufen. Das war dann aber auch oft für längere Zeit genug „Frischluft“.

im hinteren Bereich des Hauses hat er für sich und seine Frau ein kleines Tonstudio eingerichtet, wo sie gemeinsam Jazzstücke üben und einspielen. Irgendwann, so schwärmt er, möchte er gerne auch andere Musiker einladen können, um mit ihnen zu jammen oder auch Aufnahmen mit ihnen zu machen.

Jeden Abend haben wir in seiner Küche gesessen, gemeinsam gegessen, getrunken und über alles mögliche diskutiert. Da seine Frau nur Englisch spricht, war dies unsere gemeinsame Sprache. Danach haben wir uns ins Studio gesetzt, den großen Holzofen angefeuert und gechillt. Dabei lief oft die amerikanische Mafia-Serie „The Sopranos“ aus den 90-er Jahren – damals mit seiner Mischung aus Kriminalität und psychologischen Innenansichten der Charakter eine absolute Neuheit.